Tirol: Am Heimweg in den Tod gestürzt

24. Jänner 2002, 14:09
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Leiche der 13jährigen von Vater gefunden

Innsbruck - Auf dem Heimweg von der Schule ist am Mittwoch eine 13-jährige Tirolerin aus Hart im Zillertal tödlich abgestürzt. Die Leiche des Mädchens wurde von seinem Vater nach stundenlanger Suche entdeckt.

Umweg am Heimweg

Das Kind wurde am Nachmittag vom Schulbusfahrer etwa zwei Kilometer vom Elternhaus entfernt abgesetzt. Von der Ausstiegstelle ging die 13-Jährige rund 50 Meter über die Gemeindestraße in nördliche Richtung. Dort zweigte sie auf den markierten Wanderweg, der in Richtung Elternhaus führt, ab und stieg 200 Meter weit auf.

Bei einer Kehre in 980 Metern Höhe legte sie den Schulrucksack oberhalb eines Baumes ab. Von dort dürfte sie über den teilweise gefrorenen Waldboden versucht haben, zum zwölf Meter entfernten "Ebnata Bachl" abzusteigen.

120 Meter in die Tiefe

In diesem Bereich stürzte das Mädchen 120 Meter über den vereisten Bach, der mehrere senkrechte Steilabbrüche aufweist, ab und blieb in einem Flachstück liegen. Nachdem das Mädchen um 17.15 Uhr immer noch nicht zu Hause war wurde eine Suche eingeleitet. Die Schülerin wurde gegen 20.00 Uhr von ihrem Vater in einem flacheren Bereich im vereisten Bachbett aufgefunden. Der Notarzt konnte nur mehr den Tod des Mädchens feststellen. (APA)

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