Chipkarten lösen an Österreichs Universitäten Studentenausweis ab

24. Jänner 2002, 13:25
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Erleichterung der Verwaltung

Innsbruck - Wenn alles nach Plan läuft, wird der gute alte Studentenausweis an Österreichs Universitäten bald ausgedient haben. Das Dokument soll durch eine Chipkarte ersetzt werden. Sie soll im Sommersemester 2002 an den Universitäten in Innsbruck und Salzburg eingeführt werden.

"Alle Wege an der Universität, für welche die Studenten heute noch Schlange stehen müssen, sollen weitgehend automatisiert werden", erklärte der Projektleiter für Innsbruck, Peter Loidl, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Innsbruck. Selbst das Ausdrucken von Studienbestätigungen, die Änderung der Adresse oder die Verlängerung des Studienausweises und die bargeldlose Zahlung der Studiengebühren mit aufladbarem Quick-Cash-Chip etwa soll dann über zwölf "Service-Points" aus erfolgen. Gleichzeitig sei die Karte ebenfalls Bibliotheks- und amtlicher Lichtbildausweis.

Chipkarte auf Knopfdruck

Auch der angehende Student soll nur noch vorbeikommen müssen, um seine Originaldokumente vorzulegen. Ist alles in Ordnung, genüge ein Knopfdruck und die Chipkarte wird ausgestellt und er bekommt auch sofort einen Email-Account an der Universität zugewiesen. Die Planung für weitere Angebote laufe bereits auf Hochtouren. In Zukunft soll man sich mittels der Karte auch für Prüfungen anmelden können.

Der Ausweis enthält Name, Gültigkeits- und Geburtsdatum und ein Foto. Dieses werde direkt an "Personalisierungsstationen" gemacht. Die hochsensiblen Daten sollen durch einen Pin-Code geschützt werden. "Es geht nicht, dass man dir Karte verliert und der Finder wird dann Doktor", beruhigt der Innsbrucker Universitätsrektor Hans Moser.

"Wir konnten auf Erfahrungen in Linz zurückgreifen, wo bereits seit einigen Jahren eine solche Chip-Karte im Einsatz ist", berichtete der Uni-Rektor. Auch viele andere österreichische Universitäten hätten bereits Konzepte für die Einführung einer Chipkarte als Studentenausweis.

Die Chipkarte sei nur ein Teil der Verwaltungsreform an der Universität Innsbruck. Sie sei eine weitere Erleichterung bei der Verwaltung und beschleunige die administrativen Abläufe. Die Kosten dafür betragen 363.364 Euro (fünf Millionen Schilling). Der Bund steuerte zur Chipkarten-Einführung 279.790 Euro bei. (APA)

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