Raiffeisen erwirbt Landesanteil an steirischer Hypo um 80 Millionen Euro

24. Jänner 2002, 12:43
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Aktientausch zwischen Banken vollzogen

Graz - Der Aktientausch zwischen der steirischen Landeshypothekenbank Steiermark AG und der Raiffeisenlandesbank Steiermark wurde am Donnerstag von den beiden Generaldirektoren im Beisein von Finanzlandesrat Herbert Paierl in Graz vollzogen. Damit zog sich das Land Steiermark auf eine Beteiligung von 25 Prozent und einer Aktie zurück, die Raiffeisen Landesbank hält nun knapp 75 Prozent. Der Umfang der Transaktion beträgt 79,727.983 Euro (1,097 Mrd. S). Paierl erklärte, der Bestbieter sei auch einer der Besten im Lande.

Raiffeisen-Landesbank-Generaldirektor Georg Doppelhofer bezeichnete die Transaktion als "echtes Wunschkind": "Einer der Raiffeisen-Gründer, Franz Hagenhofer, hat mit seiner Forderung nach Gründung einer Landeshypothekenbank im Jahre 1930 einen lange gehegten Wunsch erfüllt bekommen." Die Steiermark sei als eines der letzten Länder mit einer entsprechenden Gründung nachgezogen. Dass die Raiffeisen-Landesbank nun die Mehrheit der Hypo-Anteile halte, bezeichnete Doppelhofer als "im edlen Wettstreit obsiegend!" Der Raiffeisen gehe es um den Finanzplatz Graz, heute wie 1998 beim Erwerb des ersten Aktienpakets: "Wir haben eine Abwanderung von Kompetenz und wirtschaftlicher Entscheidungsmacht verhindert," so Doppelhofer. Die Raiffeisen-Hypo sei die einzige Gruppe mit rein steirischen Eigentümern und Verantwortlichkeit, so der Generaldirektor.

Hypo-Generaldirektor Alfred Goger meinte, mit der Raiffeisen-Landesbank könne man gemeinsam Ziele umsetzen und Synergien erreichen. Die Raiffeisen-Hypo sei nun die wettbewerbstärkste Bankengruppe im Lande mit 390 Geschäftsstellen, österreichweiter Bedeutung und einem flächendeckenden Vertriebssystem. "Wir haben außerdem auch Zugriff auf die Märkte außerhalb der Steiermark", fügte Doppelhofer hinzu. Finanzlandesrat Paierl als Eigentümervertreter erklärte, die Transaktion stärke die Steiermark, da der Zinsertrag des Erlöses in die Dotierung des "Steirischen Zukunftsfonds" fließe.(APA)

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