Kinowelt will sich gesund schrumpfen

24. Jänner 2002, 12:17
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Beteiligung verkauft

München - Der Medienkonzern Kinowelt will die drohende Pleite durch Beteiligungsverkäufe in letzter Minute abwenden. Ein weiterer Schritt der Restrukturierung sei der Verkauf der Beteiligung an dem Video-Anbieter media netCom, sagte eine Sprecherin der Kinowelt Medien AG am Donnerstag in München. "Wir wollen unser Kerngeschäft stabilisieren."

Rund 620.000 Aktien seien zum aktuellen Kurs an drei Finanzinvestoren verkauft worden, teilte der Konzern mit. Demnach dürfte Kinowelt rund 3,5 Mill. Euro (48,2 Mill. S) für die knapp achtprozentige media netCom-Beteiligung erhalten haben. Bei den Aktionären sorgten die Bemühungen des Unternehmens für gute Stimmung. Der Kurs der Kinowelt-Aktie stieg am Donnerstag um zeitweise mehr als 20 Prozent auf 0,29 Euro.

Nach Verlusten von mehr als 300 Mill. Euro in den ersten neun Monaten 2001 und der Kündigung eines Kredits durch die niederländische Bank ABN Amro hatte Kinowelt im Dezember die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.(APA/dpa)

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