Innsbrucker Staatsanwaltschaft stellte Erhebungen gegen Eberle ein

24. Jänner 2002, 10:19
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Keine Beeinflussung von Gendarmeriebeamten festgestellt

Innsbruck - Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen LHstv. Ferdinand Eberle (V) eingestellt. Nach einer anonymen Anzeige im Sommer war gegen den damaligen ÖVP-Chef wegen des Vorwurfes der Sachbeschädigung und der Verleitung zum Amtsmissbrauch untersucht worden.

Hintergrund war eine anonyme Anzeige gegen Eberle, der Vorwurf lautete auf Intervention nach einem Tumult in einem Gasthaus im Außerfern. Eine Beeinflussung von Gendarmeriebeamten zur Unterlassung der Anzeigeerstattung habe nicht festgestellt werden können, hieß es von der Oberstaatsanwaltschaft am Donnerstag. Das Zerschlagen eines Weinglases im betreffenden Gasthaus sei wegen Geringfügigkeit nicht strafwürdig.

Eberle selbst hatte die Vorwürfe als "haltlose Schmutzkübelaktion" zurückgewiesen, die sich als "Rohrkrepierer" erweisen würden. Der Zwischenfall hatte sich am 6. Mai dieses Jahres in der Heimatgemeinde des Politikers ereignet. Einer der Anwesenden habe später Gläser und Geschirr auf den Boden geworfen, der Wirt daraufhin die Gendarmerie verständigt. Nach seinem Verlassen des Lokals sei er Tage später von der Gendarmerie kontaktiert worden und habe telefonisch den Sachverhalt erläutert. Die Gendarmerie habe daraufhin diesen Sachverhalt der Staatsanwaltschaft übermittelt, die das Verfahren eingestellt habe, hatte Eberle erklärt. (APA)

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