Anhebung der Honorare für französische Ärzte erzielt

24. Jänner 2002, 09:50
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NAch 24-stündigen Streik und nächtlichem Verhandlungsmarathon

Paris - Nach einem nächtlichen Verhandlungsmarathon haben sich Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen und einer großen Ärzte-Gewerkschaft in Frankreich am Donnerstag auf eine Anhebung der Honorare geeinigt. Haus- und Allgemeinärzte sollen demnach für eine einfache Untersuchung 18,50 Euro bekommen. Die Ärzte hatten eine Anhebung von derzeit 17,50 Euro auf 20 Euro pro Untersuchung gefordert. Neu geschaffen wurde die so genannte ausführliche Untersuchung, die mit 23 Euro vergütet werden soll.

Die Einigung erzielten die Krankenkassen mit der zweitgrößten französischen Ärztegewerkschaft MG France. Die größte Gewerkschaft Unof dagegen hatte am Mittwochnachmittag ein Angebot der Kassen abgelehnt und direkte Verhandlungen mit der Regierung gefordert.

24-stündigen Streik

Am Mittwoch waren zehntausende Haus- und Allgemeinärzte landesweit in einen 24-stündigen Streik getreten. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich etwa drei Viertel der rund 60.000 Haus- und Allgemeinärzte an dem Ausstand. Mit dem "Ohne-Arzt-Tag" wollten sie den Druck auf die Linksregierung von Premierminister Lionel Jospin verstärken und höhere Honorare sowie bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen. (APA)

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