"Das hat vielleicht geknallt!"

24. Jänner 2002, 11:39
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Wie sich Kinder die Entstehung der Welt vorstellen

Hamburg - Wenn es um die Frage nach der Entstehung des Universums geht, halten es die Buben und Mädchen in Deutschland eher mit der Wissenschaft als mit den Priestern: 31 Prozent der Kinder glauben, die Welt sei durch einen Urknall entstanden, 14,5 Prozent meinen, "physikalische Gesetze" hätten die Planeten und Galaxien erschaffen.

Nur wenige glauben an die göttliche Schöpfung

Nur 6,9 Prozent sagen: "Gott hat die Welt erschaffen", wie eine am Donnerstag in Hamburg veröffentlichte Umfrage der Zeitschrift "Eltern" unter 1.283 Kindern und Jugendlichen ergab. An grüne Männchen glauben die Kinder nicht: Nur 0,9 Prozent halten UFO-Besatzungen für die Erschaffer der Welt.

Und dann war alles da...

Wie aber der Urknall genau aussah, beschäftigt die Fantasie des Nachwuchses ungemein. "Es gab eine Urknolle, die erzeugte den Urknall. Dadurch entstand das Ur-Weltall. Ganz simpel", stellt ein 13 Jahre alter Schüler aus der Orientierungsstufe fest. Und ein neunjähriger Grundschüler meint: "Es war ganz, ganz früher. Da lebte ich noch nicht. Da gab es auf einmal einen ganz schrecklichen Bums, und dann war alles da. Sonne, Erde, Mond und Sterne. Einfach super war das."

Einer neun Jahre alten Grundschülerin erscheint die Erschaffung der Welt so: "Der Urknall war's. Das hat vielleicht geknallt! Da sind alle Leute in der ganzen Welt davon wach geworden. Sie fingen sofort zu arbeiten. Einige haben Fernrohre gebastelt und nachgeschaut, warum das so geknallt hat."

Die jungen Anhänger einer göttlichen Entstehungstheorie sind nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis: "Das kann nur Gott oder der Teufel gewesen sein. Vieles spricht für den Teufel, weil unsere Erde mit ihren Menschen totales Chaos ist", denke sich etwa ein zwölf Jahre alter Schüler. (APA/AP)

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