Rom drängt auf baldige Wiedereröffnung des Mont-Blanc-Tunnels

24. Jänner 2002, 12:24
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Angesichts der massiven Proteste italienischer Lkw-Fahrer

Rom - Angesichts der massiven Proteste italienischer Lkw-Fahrer drängt die Regierung in Rom auf eine schnelle Wiedereröffnung des Mont-Blanc-Tunnels. Verkehrsminister Pietro Lunardi sagte am Mittwochabend, solange Frankreich kein Datum für die Wiedereröffnung bekanntgebe, werde er nicht "mit den Franzosen" sprechen und sich auf keinen Kompromiss einlassen. Italienische Fernfahrer hatten am Mittwoch für einen halben Tag den Verkehr an wichtigen Grenzübergängen für den Schwerlastverkehr in den Alpen blockiert und damit gegen die Schließung des Mont-Blanc-Tunnels protestiert.

Bei einem Brand am 24. März 1999 waren in dem zwölf Kilomter langen Tunnel 39 Menschen ums Leben gekommen. Die französische Regierung hat die Wiedereröffnung bereits mehrmals verschoben. Letzte Sicherheitstests sollen Anfang Februar abgeschlossen sein. Dann soll ein Datum für die Wiedereröffnung bekannt gegeben werden. Italienische Gewerkschaften monieren, Grund der Verzögerungen seien "französische Sturheit, Bürokratie und Protektionismus". Durch den Mont-Blanc-Tunnel wurden vor seiner Schließung vier Fünftel aller italienischen Exporte ins übrige Europa transportiert. (APA)

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