US-Admiral Fitzgerald über Aufgaben vor Somalia

23. Jänner 2002, 23:29
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Deutscher Flottenverband soll für Aufklärung sorgen

Somalia - Der in wenigen Tagen am Horn von Afrika erwartete Verband der deutschen Bundesmarine soll nach den Worten von US-Admiral Mark Fitzgerald vor allem Aufgaben in der Aufklärung übernehmen. Dies sei die Grundlage für Entscheidungen über mögliche Aktionen gegen terroristische Organisationen in der Region, sagte Fitzgerald am Mittwoch an Bord des Flugzeugträgers "Theodore Roosevelt".

Die Stationierung der sieben deutschen Kriegsschiffe sei Teil einer umfassenden Sammlung von Informationen, sagte Fitzgerald. "Unsere Absicht ist es nicht, eine 100prozentig dichte Abriegelung einer Grenze zu erreichen", erklärte der Admiral mit Blick auf Somalia, wo islamische Extremisten vermutet werden. "Unsere Absicht ist es, diese Organisationen zu zerschlagen."

Der deutsche Flottenverband wird nach seiner Ankunft dem taktischen Kommando Fitzgeralds unterstellt, wie US-Leutnant John Oliveira mitteilte. Insgesamt unterstehen dem Admiral damit 102 Kriegsschiffe und U-Boote im Indischen Ozean. Dazu gehören auch Schiffe aus Frankreich, Italien, den Niederlanden, Großbritannien, Australien, Kanada und Japan.

Dem Verband der Bundesmarine gehören die drei Fregatten "Bayern", "Emden" und "Köln" sowie vier Versorgungsschiffe an. Die Gruppe passierte am Wochenende den Suez-Kanal und wird am Freitag in Dschibuti erwartet. An dem größten Einsatz der Bundesmarine sind 1.800 Soldaten beteiligt. (APA/AP)

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