Radarboxen: Eine vor jede Tunneleinfahrt

23. Jänner 2002, 22:17
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Sämtliche Tunnels sollen nach dem Muster des Bosruck saniert werden

Wien - Tunnelsicherheitskommission, die Fünfte: Donnerstag kam die von Verkehrsministerin Monika Forstinger (FPÖ) eingesetzte Expertenrunde in Wien zu ihrer Jännersitzung zusammen. Präsident Hermann Knoflacher stellte im Anschluss daran einige konkrete Ergebnisse vor: So wurde etwa beschlossen, vor jede Tunneleinfahrt eine Radarbox zu stellen.

Dieses Vorhaben ist laut Knoflacher bereits mit den Bundesländern, dem Innenministerium und dem Straßenerhalter Asfinag akkordiert. Mit Letzterem sei außerdem vereinbart worden, die Aufprall-Airbags an den Tunnelportalen auszutauschen. Die bisher verwendeten Crash-Dämpfer (maximale Aufprallgeschwindigkeit von 80 Km/h bei 900 Kilogramm Masse) sollen durch stärkere Geräte (100 Km/h und 1700 Kilo Masse) ersetzt werden.

Durchforstet wird auch der Schilderwald vor den Portalen: Als letztes Schild wird in Zukunft das Namens- und Längenschild der Röhre 150 Meter vor der Einfahrt stehen.

Der Kommission ist Knoflacher zufolge auch ein Bericht über die Wirksamkeit der Sicherheitsmaßnahmen im Bosrucktunnel (Rumpelstreifen, LED-Reflektoren und bessere Beleuchtung) vorgelegt worden. Darin seien alle Maßnahmen als effizient erkannt worden. Nun sollen sämtliche Tunnels nach dem Muster des Bosruck saniert werden. Dafür stehen bis 2003 100 Millionen Euro zur Verfügung. (chr, DER STANDARD Print-Ausgabe 24.1.2002)

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