Arafats Verwaltung sieht kaum noch Chancen für Waffenruhe

23. Jänner 2002, 21:58
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"Die israelischen Waffen sind auf unseren Kopf gerichtet"

Jerusalem - Die palästinensische Autonomiebehörde sieht nach der jüngsten Eskalation im Konflikt mit Israel kaum noch Chancen für die Umsetzung des Waffenstillstands. Kabinettsminister Ahmed Abdel Rahman sagte am Mittwochabend der Nachrichtenagentur AP, die Verwaltung sei nicht mehr in der Lage, ihren eingegangenen Verpflichtungen nachzukommen. "Die israelischen Waffen sind auf unseren Kopf gerichtet", fügte Rahman hinzu.

Palästinenserpräsident Yasser Arafat bat am Mittwoch US-Außenminister Colin Powell in einem Telefongespräch, den US-Vermittler Anthony Zinni erneut in die Region zu schicken. Außenamtssprecher Richard Boucher erklärte jedoch, dass dies in der gegenwärtigen Situation nicht geplant sei. (APA/AP)

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