Deutscher Konzern soll El Kaida unterstützt haben

23. Jänner 2002, 18:56
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Von Schmiergeldern in Millionenhöhe ist die Rede

Berlin - Das deutsche Bundeskriminalamt verfolgt Hinweise, wonach der Baukonzern Philipp Holzmann in den 80er-Jahren das Terrornetzwerk al-Qa'ida von Osama Bin Laden mit Schmiergeldern in Millionenhöhe unterstützt hat. Medienberichten zufolge soll der Konzern für den Bau des König-Fahd-Stadions in Riad 226 Millionen Euro (3,1 Mrd. S) gezahlt haben. Das Geld soll mithilfe des langjährigen Geheimdienstchefs Saudi-Arabiens, Bin Ladens Weggefährten Prinz Turki al Faisal, an die Terrororganisation gelangt sein. Ein Unternehmenssprecher sagte, sämtliche Unterlagen zu dem Projekt seien bereits vernichtet worden.

Das Landgericht Berlin hat die Rasterfahndung unter Studenten aus islamischen Ländern untersagt. Ein Verdacht, es handle sich um Al-Qa'ida-Mitglieder, reiche nicht. (afs, DER STANDARD, Print vom 24.1.2002)

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