Neun Millionen ohne Aufenthaltserlaubnis in den USA

23. Jänner 2002, 12:41
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Stärkere Grenzkontrollen seit 11. September

Washington - Die Zahl der illegal in die USA Eingewanderten hat sich in den 90er Jahren mehr als verdoppelt. Das Statistische Bundesamt der USA schätzt, dass sich im vergangenen Jahrzehnt insgesamt 8,7 Millionen Menschen ohne eine entsprechende Erlaubnis im Land aufhielten. Den Hochrechnungen zufolge kamen 3,9 Millionen davon aus Mexiko. Insgesamt leben demnach 35,3 Millionen Latinos in den USA. Außerdem hielten sich 115.000 Einwanderer aus dem Nahen Osten illegal oder als Flüchtlinge und Asylsuchende im Land auf.

Die Schätzungen beruhen auf einer Erhebung aus dem Jahr 2000. Doch seitdem hat sich für die Einwanderer viel geändert: Einige, die in den 90er Jahren wegen der boomenden Wirtschaft und guter Aussichten auf Arbeit in die USA gekommen waren, haben inzwischen ihren Arbeitsplatz verloren und sind in ihr Heimatland zurückgekehrt. Nach den Anschlägen vom 11. September hat sich die Tendenz, das Land vor der unerwünschten Einwanderungsbewegung abzuschotten, weiter verstärkt. So werden beispielsweise die Grenzen strenger kontrolliert. Zudem gibt es Pläne, tausende Menschen abzuschieben, die aus Ländern stammen, in denen die Terrororganisation El Kaida operiert. (APA)

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