Weltweiter Aktionstag gegen den Walfang

23. Jänner 2002, 14:08
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Umweltschützer sammeln sich heute Nachmittag auf dem Wiener Stephansplatz

Wien, Melbourne - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hält einen weltweiten Aktionstag gegen den verkappten kommerziellen Walfang ab, wie Japan ihn betreibt - und weiter fördern will. Greenpeace wendet sich damit direkt an die Regierungen der Welt, sich gegen den japanischen Walfang auszusprechen.

In 14 Staaten von Australien über Österreich bis in die USA werden auf großen Videowänden aktuelle Bilder vom japanischen Walfang in der Antarktis rund um die Welt übertragen. "Die österreichische Regierung muss sich dringend gegen den japanischen Stimmenkauf in der Internationalen Walfang Kommission aussprechen," fordert Greenpeace-Walexpertin Nina Thüllen. "Greenpeace erwartet von Außenministerin Ferrero-Waldner, dass sie wie die neuseeländische Premierministerin den Stimmenkauf öffentlich verurteilt."

Als einziger Staat hat sich bisher nämlich Neuseeland öffentlich gegen die japanische Praktik des Stimmenkaufs in der Internationalen Walfangkommission ausgesprochen. Japan hat im letzten Jahr eingestanden, Stimmen in der IWC zu kaufen. Auch der Premierminister von Antigua und Barbuda hat im letzten Jahr zugegeben, dass sein Land im Gegenzug auf der IWC mit Japan stimmen wird. Die nächste IWC-Konferenz findet im Mai statt - in Japan. (red)

Greenpeace International

Greenpeace Österreich

Kampagne "You can do it"

Auf einer 24 Quadratmeter großen Videowand können sich die Menschen auf dem Wiener Stephansplatz Mittwoch Nachmittag zwischen 16 und 19 Uhr ein Bild vom japanischen Walfang machen: PassantInnen sind eingeladen, sich per Unterschrift oder E-mail einem Protestaufruf anzuschließen.
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