USA: "Wollten nicht permanent Militärbasen in der Region haben"

23. Jänner 2002, 11:21
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Oberbefehlshaber des Afghanistan-Einsatzes traf kirgisischen Präsidenten Akajew

Bischkek - Die USA planten keine ständige Militärpräsenz in den ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens. Dies sagte der Oberbefehlshaber des US-Einsatzes in Afghanistan, General Tommy Franks, am Mittwoch vor Journalisten in Kirgisien. Derzeit ist eine beträchtliche Anzahl von amerikanischen Truppen in dem Gebiet stationiert. "Wir beabsichtigen nicht, permanente Militärbasen in der Region zu haben", sagte Franks nach einem Treffen mit dem kirgisischen Staatspräsidenten Askar Akajew in Bischkek. Er fügte hinzu, dass die USA auch ohne Truppenpräsenz in ihrem Kampf zur Ausmerzung des Terrorismus weiterhin in der Region involviert blieben.

Im Nachbarstaat Usbekistan, wo bisher das größte US-Kontingent der Region mit einem Umfang von 1500 Mann stationiert ist, dementierte das Präsidialamt am Dienstag Planungen für eine dauerhafte amerikanische Militärbasis. Zuvor war in Medienberichten von einer auf 25 Jahre angelegten Stationierung die Rede gewesen. Dies hatte bei russischen Politikern und Militärführern Besorgnis ausgelöst, weil Russland die früheren Sowjetrepubliken in Zentralasien als sein Einflussgebiet sieht.

In Vorbereitung soll sich nach Informationen der "New York Times" unter Berufung auf US-Militärquellen ein Luftstützpunkt in Kirgisien befinden, der rund 3000 Mann aufnehmen soll. Gleichzeitig würden zahlreiche Militärexperten nach Usbekistan und Pakistan entsandt. Auch in der südafghanischen Stadt Kandahar, der früheren Taliban-Hochburg, solle eine dauerhafte US-Präsenz gewährleistet sein, hatte es geheißen. (APA/Reuters/dpa)

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