Gender Gap in Sachen Nulldefizit

23. Jänner 2002, 09:26
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Studie: Deutlich weniger Frauen als Männer unterstützen den Sparkurs der Regierung

Wien - Am Mittwoch präsentierte sms-panel-1000! ihre österreichweit via sms durchgeführte Studie zum Thema Nulldefizit: Auf die Frage "Soll die Regierung, angesichts der gegenwärtigen Wirtschaftslage, am Nulldefizit festhalten?" antworteten 46,3 Prozent der 1000 Befragten mit ja, 42,5 Prozent mit nein. Knappe 11 Prozent sind unentschlossen("weiß nicht").

Gender Gap

Die Aufteilung nach Geschlechtern zeigt allerdings, dass nur Männer mehrheitlich (53,5 Prozent) für das Nulldefizit stimmen (39,4 Prozent sind dagegen), wogegen 45,5 Prozent der Frauen dies ablehnen (39,2 Prozent sind dafür). Der Anteil der Unschlüssigen ist bei den Frauen mit 14,9 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei den Männer (6,9 Prozent).

Regional lehnen die Frauen den gegenwärtigen Regierungskurs sowohl im Westen (Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg) als auch im Osten Österreichs (Wien und Niederösterreich) mehrheitlich ab, wogegen sich im Süden (Kärnten, Steiermark, Osttirol und Burgenland) die weiblichen Pro- und Kontrastimmen die Waage halten. Männer sind in allen Erhebungsgebieten überwiegend für den Sparkurs. Bei den jüngeren Jahrgängen (bis 29 Jahre) finden sich mehr Nulldefizit-BefürworterInnen als bei den bis 49-jährigen (30 – 39 J, 40 – 49 J); bei den Älteren (50 – 59 J9, 60 J +) sind die ja- und nein-Stimmen ziemlich ausgeglichen verteilt. (pte/red)

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