Geschenk an die Welt

22. Jänner 2002, 22:48
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Kultureller Ehrenpreis für Violinistin Anne-Sophie Mutter

München - Die Geigerin Anne-Sophie Mutter ist am Dienstag mit dem mit 10.225 Euro (20.000 Mark) dotierten Kulturellen Ehrenpreis der Stadt München ausgezeichnet worden. Der Musikkritiker Joachim Kaiser lobte in seiner Laudatio die weltberühmte Violinistin als ein "Geschenk an die Welt". Seit einem Vierteljahrhundert zähle sie zu den bedeutenden und meistbewunderten Geigerinnen der Welt.

"Gehen sie wieder nach Hause

Mit 13 Jahren begann Anne-Sophie Mutters internationale Karriere, als sie bei den Salzburger Pfingstkonzerten 1977 unter der Leitung von Herbert von Karajan ein bejubeltes Mozart-Konzert gab. Seit jenem "Mozart-Triumph" habe sie 1978 auf "Vorschlag" Karajans Beethovens Violinkonzert einstudiert und nach dem Vorspiel gesagt bekommen: "Gehen Sie wieder nach Hause, und kommen Sie nächstes Jahr." Aber Karajans Urteil sei dann doch weit günstiger ausgefallen, und er habe mit seinem Schützling das Werk einstudiert.

Karajan-Schützling

Anne-Sophie Mutters zahlreiche Schallplatten- und CD-Einspielungen wurden mehrfach preisgekrönt. Eine in der Geschichte der Tonaufnahmen bisher einmalige Auszeichnung, nämlich gleich zwei "Grammy Awards", erhielt 1999 ihre Einspielung des 2. Violinkonzerts von Krzysztof Penderecki, der sein Werk nicht nur selbst dirigierte, sondern auch Anne-Sophie Mutter widmete. Die Jury urteilte, mit Anne- Sophie Mutter werde eine der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit geehrt. (APA/dpa)

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