France Telecom-Tochter Wanadoo will 2002 positives Ergebnis erreichen

22. Jänner 2002, 18:50
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Dank Einsparungen und ADSL - Kundenzahl mehr als verdoppelt

Der Internet-Provider Wanadoo, eine Tochtergesellschaft des französischen Telekommunikationskonzerns Wanadoo, will bereits im laufenden Geschäftsjahr die Rentabilitätszone erreichten. Dazu beitragen sollen vor allem bedeutende Einsparungen, sowie eine Entwicklung des ADSL-Internet, die rascher als erwartet vorangehe, meinte Wanadoo-Geschäftsführer Nicolas Dufourcq am Dienstag in Paris.

Dem Marschplan voraus

Ursprünglich hatte Wanadoo erst für das vierte Quartal 2001 ein positives Unternehmensergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) erwartet. "Wir sind unserem Marschplan, der 2003 ein positives Ebitda vorhersah, ein Jahr voraus", betonte Dufourcq. Dank ADSL hätten die Einnahmen pro Kunde zugenommen.

ADSL-Schlager

Die Anzahl der ADSL-Abonnenten wurde bis Dezember 2001 in Bezug auf den selben Monat im Vorjahr von 143.000 auf 545.000 beinahe vervierfacht. Die ADSL-Abonnenten stellten Ende 2001 bereits 9 Prozent der Kundschaft dar, während es ein Jahr zuvor nur 5,8 Prozent gewesen waren. Die ADSL-Marktdurchdringung soll bis Ende 2002 laut Wanadoo 25 Prozent erreichen.

Zahlen

Wanadoo erreichte im Vorjahr einen Umsatz von 1,562 Milliarden Euro (24,5 Milliarden Schilling), was einem Anstieg von 41 Prozent entspricht. Im vierten Quartal 2001 nahm der Umsatz um 33 Prozent auf 466 Millionen Euro zu. Die Anzahl der Abonnenten nahm von Ende 2000 bis Ende 2001 um 149 Prozent auf 6 Millionen zu. Die Hälfte der Abonnenten befinden sich in Frankreich. Außer in Frankreich ist die Firma auch in Großbritannien, Spanien, Marokko und den Benelux-Ländern anwesend. (APA)

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