Neuer Fonds für burgenländisches Risikokapital

22. Jänner 2002, 18:40
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30 Millionen Euro als "Vitaminspritze" für die Wirtschaft

Eisenstadt - In Eisenstadt ist am Dienstagnachmittag der Startschuss für den lange geplanten burgenländischen Risikokapitalfonds für Klein- und Mittelbetriebe gefallen: Gemeinsam mit dem zur Taus-Gruppe gehörenden Equity-Provider IPO-Beteiligungs-Management AG hat die Wirtschaftsservice Burgenland AG (WiBAG) einen mit 30 Mill. Euro (413 Mill. S) dotierten Fonds mit dem Namen Athena Burgenland AG ins Leben gerufen, an dem auch mehrere österreichische Banken und private Investoren beteiligt sind.

Langes Suchen

Im Rahmen der Investorengruppe stellt das Land Burgenland mit 11 Mill. Euro aus EU-Mitteln den größten Anteil zur Verfügung. Die BAWAG beteiligt sich mit 9 Mill. Euro, die Bank Burgenland steuert ebenso wie die Vorarlberger Landeshypothekenbank 3,5 Mill. Euro bei. Private Investoren bringen 3,5 Mill. Euro ein. Die Gründung des Risikokapitalfonds wurde zwar schon mehrfach ins Auge gefasst, musste letztlich aber aufgeschoben werden: "Nach langem Suchen ist es uns jetzt gelungen, mit der Taus-Gruppe einen Partner zu finden, der sich auch bereit erklärt hat, das Management zu übernehmen", erklärte WiBAG-Vorstand Josef Münzenrieder.

Prüfung

Unternehmen, die sich eine derartige Eigenkapitalspritze holen wollen, werden zuvor kaufmännisch und technisch geprüft, kündigte Münzenrieder an. Es solle nicht der Eindruck entstehen, dass nun für die Betriebe das "Füllhorn" ausgeschüttet werde. Landesrat Kaplan pflichtete dem bei: Der Fonds sei "kein Auffangbecken für Brustschwache". Und WiBAG-Vorstand Peter Schmitl hofft, dass die Fondsmittel rasch an die burgenländische Wirtschaft vergeben werden können. (APA)

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