Casinos Austria: Gute Chancen für Lizenz in China

23. Jänner 2002, 11:19
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Investitionen von 500 Millionen US-Dollar in Macau geplant

Wien/Macau/Brisbane - Die Casinos Austria AG ist unter 21 Bewerbern für eine der drei neuen Glücksspiellizenzen im Spielerparadies Macau (China) unter sechs Bewerbern in der Endrunde gelandet. Der für die Auslandsaktivitäten zuständige Casinos Austria-Vorstand Paul Herzfeld zeigt sich im "WirtschaftsBlatt" (Mittwoch-Ausgabe) zuversichtlich, bei der für Mitte Februar erwarteten Lizenzvergabe zu punkten.

Die Casinos Austria hätten den Behörden in Macau eine Investition in einen Glücksspiel- und Entertainmentpark in der Höhe von 500 Mill. US-Dollar (566 Mill. Euro/7,8 Mrd. S) in Aussicht gestellt. Aufgebracht werden soll das Geld laut Herzfeld über Investoren aus Hongkong, China und Macau. Das Management solle die australische Tochter Casinos Austria International Ltd. mit Sitz in Brisbane übernehmen.

"Geordnete Bahnen"

Laut Herzfeld habe die neue Verwaltung der 1999 an China zurückgefallenen portugiesischen Kolonie Macau großes Interesse daran, die Glücksspielaktivitäten "in geordnete Bahnen" zu bringen. Nachdem Spielsalons und Rennbahnen seit 1937 im Quasi-Monopol vom chinesischen Geschäftsmann Stanley Ho ("Dr. Ho") ausgebeutet wurden, seien nun "international reputierte Betreiber" gesucht. Die können sich freilich auf einen Markt von rund zwei Mrd. US-Dollar Spielumsatz pro Jahr freuen. Herzfeld könnte sich für die Casinos Austria einen Bruttospielertrag von "einigen hundert Millionen US-Dollar" jährlich vorstellen.

Neben Casinos Austria und Stanley Hos Firma "Sociedade de Turismo e Diversoes de Macau" sind laut dem Bericht noch die US-Entertainmentkonzerne MGM, Venetian und Park Place (alle Las Vegas) sowie Sun International (Atlantic City) in der Endrunde. (APA)

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