Partnerschaft stresst Frauen am meisten

22. Jänner 2002, 14:39
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Umfrage bezeugt geschlechtsspezifische Nerv-Faktoren

München - Männer erleben im Beruf den größten Stress, Frauen dagegen in der Partnerschaft; so lautet das Ergebnis einer repräsentativen Gewis-Umfrage unter 1.019 Frauen und Männern für das Burda-Magazin "wellfit".

Bei der Bewältigung des Gefühls der Überforderung aber gilt für beide Geschlechter das Reden mit FreundInnen als wirksamste Strategie. Allerdings tun dies wesentlich mehr Frauen (69 Prozent) als Männer (50 Prozent).

Stress privat und beruflich

Miese Laune des Partners ist bei Frauen (48 Prozent) der häufigste Stressauslöser, bei Männern dagegen steht sie mit 41 Prozent an dritter Stelle der Nerv-Faktoren. Männer nervt am meisten starker Termindruck (45 Prozent) und Probleme mit Vorgesetzten (43 Prozent). Von den Frauen nannten dies nur 37 beziehungsweise 36 Prozent.

Sexuelle Konflikte

Deutlich unterschiedlich reagieren Frauen und Männer auf sexuelle Konflikte: 35 Prozent der Männer fühlen sich dadurch genervt, aber nur 27 Prozent der Frauen. Die Doppelbelastung durch Familie und Beruf macht wesentlich mehr Frauen (29 Prozent) zu schaffen als Männern (16 Prozent).

Zerstreuung

Unterschiedlich sind auch die Methoden zum Stressabbau, abgesehen vom Reden mit FreundInnen. Mehr Frauen (38 Prozent) als Männer (25 Prozent) suchen Ablenkung wie Kinobesuch, unterziehen sich einem Wellness-Programm (37 gegenüber 19 Prozent), machen ihrem Ärger Luft (36 gegenüber 23 Prozent), hören eine Lieblings-CD (33 gegenüber 27 Prozent), lesen (24 zu 14 Prozent) oder meditieren (20 zu 13 Prozent). Umgekehrt mehr Männer als Frauen schwitzen beim Workout (35 gegenüber 28 Prozent) und trinken ein Glas Wein (33 zu 15 Prozent). (APA/AP)

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