"Sabotageakt" bei "ZiB2"

22. Jänner 2002, 17:27
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Passant schaltete Stromzufuhr für Ü-Wagen aus, "Handgreiflichkeiten" mit ORF-Personal - Gerichtliche Folgen möglich

Eine Leitungsunterbrechung am Beginn der "Zeit im Bild 2" am Montagabend könnte ein gerichtliches Nachspiel haben. Der Ausfall des Satellitenfahrzeuges beim Innenministerium während der Spezial-"ZiB 2" über das Temelin-Volksbegehren war laut ORF auf einen "Sabotageakt" eines Passanten zurückzuführen.

Der Wagen wird durch den Fahrzeugmotor mit Strom versorgt, ein Passant riss allerdings kurz nach Beginn der Übertragung die Beifahrertüre auf und schaltete über den Zündschlüssel den Motor ab.

Handgreiflichkeiten bestätigt

Dies habe "logischerweise zu einem sofortigen Ausfall des gesamten Fahrzeuges" geführt, hieß es am Dienstag aus dem ORF. Informationen, wonach wonach ein Mitarbeiter einer vom ORF angemieteten Firma auf die Eigeninitiative des Passanten mit "Handgreiflichkeiten" reagiert habe, wurden auf Anfrage der APA bestätigt. Sollte der Betreffende nun eine Anzeige erwägen, könnte der Sendeausfall auch gerichtliche Folgen haben. Über die Motivation des "Sabotageakts" kann nur spekuliert werden: Möglicherweise wurde der Motorenlärm als Belästigung empfunden. Dass es sich bei dem Betreffenden um einen Anrainer gehandelt hat, wurde vom ORF indes nicht bestätigt. (APA)

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