ARBÖ fordert Spritpreissenkung um mindestens 2 Cent

22. Jänner 2002, 13:44
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Nach Absturz des Ölpreises in der Vorwoche - Billigster Eurosuper derzeit in Salzburg, billigster Diesel in OÖ

Wien - Der ARBÖ fordert eine Senkung der Spritpreise um mindestens 2 Cent (28 Groschen). Nach dem deutlichen Preisverfall bei Rohöl in der vergangenen Woche und einem Vergleich der aktuellen Durchschnittspreise in Österreich seien Preissenkungen für alle Sorten nicht nur bei den Höchstpreisen, sondern auch im mittleren Preissegment erforderlich, wie es in einer ARBÖ-Mitteilung vom Dienstag heißt.

Jüngste Recherchen hätten ergeben, dass die Durchschnittspreise zur Vorwoche leicht angestiegen seien. Nach Angaben des ARBÖ kostet derzeit ein Liter Eurosuper 0,808 Euro (11,12 S), in der Vorwoche waren es 0,806 Euro. Bei Superplus sind es 0,898 (nach 0,897) Euro und bei Normalbenzin 0,796 (nach 0,795) Euro. Dieselfahrer müssten momentan durchschnittlich 0,694 (Vorwoche: 0,689) Euro je Liter berappen.

Preisdifferenzen bei österreichweiten Preisvergleichen

Nach wie vor große Preisdifferenzen gebe es bei österreichweiten Preisvergleichen, so der ARBÖ weiter. Während man in Wien für Eurosuper zwischen 0,740 und 0,826 Euro pro Liter zahlt, werden in Vorarlberg und Tirol zwischen 0,769 und 0,869 Euro verlangt. Für einen Liter Diesel sind in Wien zwischen 0,653 und 0,721 Euro zu bezahlen, während in Tirol und Vorarlberg 0,659 bis 0,765 Euro je Liter zu "löhnen" sind.

Auch in den einzelnen Bundesländer hat der ARBÖ Preisdifferenzen festgestellt, die seinen Angaben zufolge 0,043 bis 0,157 Euro betragen. Der billigste Liter Superplus ist laut ARBÖ derzeit in Oberösterreich um 0,812 Euro zu tanken, der günstigste Eurosuper in Salzburg um 0,737 Euro, der billigste Normalbenzin in Tirol um 0,699 Euro und der billigste Diesel in Oberösterreich um 0,609 Euro.

Für Verwirrung unter den heimischen Autofahrern sorgen noch immer die elektronischen Preisanzeiger. Nach wie vor gebe es Tankstellen, die das Komma weglassen. Nach dem Euro-Währungsangabengesetz müssen die "in Euro angegebenen Literpreise drei Dezimalstellen aufweisen". Demnach müssten die Euro-Preise mit Kommazeichen - beispielsweise "0,609 Euro" - richtig ausgewiesen sein und nicht mit "0609 Euro".(APA)

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