"Waagner Biro Neu" konnte beim Ergebnis kräftig zulegen

22. Jänner 2002, 11:20
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Ergebnis stieg um 30 Prozent - Börsegang mittelfristig geplant

Wien - Die aus der ehemaligen Waagner-Biro hervorgegangene "Waagner Biro Neu" oder WB Holding hat sich im dritten Geschäftsjahr seit der Gründung im Jahr 1999 zufriedenstellend entwickelt und liegt voll im Plan, betont der Aufsichtsratsvorsitzende Günter Mörtl am Dienstag. Das vorläufige Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) konnte 2001 um mehr als 30 Prozent auf 8 Mill. Euro (110,1 Mill. S) gesteigert werden. Besonders positiv hat die Waagner-Biro Brückenbau- und Bühnentechnik Gruppe abgeschnitten.

Die WB Holding habe heuer erstmals in allen Bereichen positive Ergebnisse erwirtschaftet, betonte Mörtl. So entwickelte sich auch die Waagner-Biro Stahl-Technik AG zufriedenstellend. Bei der Binder+Co AG habe das Restrukturierungsprogramm mit der Ausrichtung auf das ertragreiche Einzelmaschinengeschäft und auf Kleinprojekte voll gegriffen.

Umsatz von rund 200 Mill. Euro

Die WB Holding erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 1.290 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 200 Mill. Euro und lag damit nur knapp über dem Vorjahr. Der Auftragseingang konnte mit rund 215 Mill. Euro gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent gesteigert werden. Für das laufende Geschäftsjahr seien daher die Aussichten "erfreulich". Mittelfristig sei ein Börsegang geplant.

Derzeit werde bei der Tochter der ehemaligen Auricon-Holding des Industriellen Herbert Liaunig, der Waagner Biro Binder AG (WBB AG), die Abwicklung des Restrukturierungsprogramms aus dem Jahr 1999 eingeleitet. Durch den Verkauf des Stadlauer Grundstücks und weiterer Assetverkäufe im Jahr 2001 verfügt die WBB AG, die kein operatives Neugeschäft ausführt, wieder über ein positives Eigenkapital, so dass die Abwicklung sichergestellt sei. Mit der Abwicklung sind derzeit fünf bis sechs Mitarbeiter befasst.

Wie berichtet wurde das Stadlauer Areal der Waagner-Biro im Vorjahr um 38,4 Mill. Euro an die Gemeinde Wien für die Magistratsabteilung 48 (Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark) verkauft. Auf dem Gelände sollen unter anderem Büros und Abstellflächen entstehen.(APA)

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