Heiraten im 20-Minuten-Takt

22. Jänner 2002, 14:06
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2.2.2002, 20.02.2002, 22.2.2002: Glücksdaten für Verliebte

Wien - Menschen, die planen, den "Bund fürs Leben" oder zumindest für den nächsten Lebensabschnitt zu schließen, scheinen sich der Magie der Zahlen nicht entziehen zu können. Unvergessen der 9. 9. 1999: Die Standesämter und Kirchen wurden gestürmt, im Fünf-Minuten-Takt wurden die Ringe gewechselt.

Wie sieht es am 2., 20. und 22. 2. 2002 aus? Heiratsrestitent zeigen sich die Vorarlberger und die Burgenländer. Am Standesamt Bregenz ist bisher nur für den 22. 2. eine Trauung angemeldet, in Eisenstadt heiratet am 2. 2. ein Paar. "Von einem Ansturm kann nicht die Rede sein", so auch ein Grazer Standesbeamter. Obwohl man mit zwölf Trauungen am 2. ausgelastet sei, könne man nicht "von einem Boom reden".

Klagenfurt liegt mit 13 Trauungen über dem üblichen Samstags-Schnitt. Noch mehr Betrieb herrscht in Oberösterreich. Linz und Steyr sind am 2. 2. "ziemlich ausgebucht", Trauungen werden im 20-Minuten-Takt abgehalten werden. Freie Termine sind auch im Standesamt Gmunden bereits Mangelware, es sei aber "nicht so extrem wie 1999".

Der Marmorsaal im Schloss Mirabell in Salzburg ist am 2. 2. mit 17 Eheschließungen ausgebucht: "Das ist bereits eine mehr, als an einem Tag möglich ist", erklärt eine Standesbeamtin. Durchaus heiratswillig auch die Innsbrucker. Dort überlegt man bereits, einen zweiten Trausaal einzurichten. 16 Trauungen sind angemeldet, die Standesbeamten machen bis 15 Uhr Überstunden.

"Es ist deutlich mehr los", heißt es am Standesamt Innere Stadt in Wien. Am 2. 2. finden 20 Trauungen statt, der Schnitt liegt sonst bei sechs. Hochbetrieb auch in Niederösterreich: In Klosterneuburg und St. Pölten wollen doppelt so viel Paare wie sonst am 2. die Ringe wechseln. In Dürnstein muss der Standesbeamte von einem pensionierten Kollegen unterstützt werden. (fern/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.1.2002)

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