54 Menschen brachte FSME im Vorjahr ins Spital

21. Jänner 2002, 18:42
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Zwei Langzeitpatienten und ein japanischer Tourist starben

Wien - 54 Patienten, die im Jahr 2001 in Österreich wegen einer FSME ("Zeckenkrankheit") ins Spital mussten, drei Todesopfer, drei Kranke konnten von ihren Ärzten ambulant versorgt worden. Die meisten Fälle gab es in der Steiermark und in Oberösterreich. - So sehen die Eckpunkte der FSME-"Jahresabrechnung" aus, von der die Experten vom Institut für Virologie der Universität Wien am Montag berichteten.

"Insgesamt hatten wir 54 hospitalisierte FSME-Patienten (also fast genau gleich viel bzw. wenig wie im vorangegangenen Jahr 2000), deren Infektionsort in Österreich lag. Dazu kamen noch drei als FSME diagnostizierte Infektionen, die wegen ihres milden Verlaufs nur ambulant behandelt wurden und zwei in Österreich hospitalisierte FSME-Patienten, die sich aber in Ungarn bzw. Deutschland infiziert hatten", schrieb Univ.-Prof. Dr. Franz X. Heinz jetzt ins einen "Virusepidemiologischen Informationen".

Die Opfer

Die meisten Erkrankungen gab es in der Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich und Tirol. Der Experte: "Schätzt man das relative Risiko, an einer FSME zu erkranken, auf der Basis des Anteils der nichtgeimpften Bevölkerung in den einzelnen Bundesländern, so liegt die Stiermark knapp gefolgt von Kärnten an der Spitze ...!" Hielten die Fachleute ehemals Vorarlberg für von der FSME-verschont, so stellte sich nach dem ersten Auftreten der Erkrankung im Jahr 2000 auch im vergangenen Jahr ein Fall ein.

Tragisch: die Todesfälle. Heinz: "Ein Japaner, der seine in Salzburg lebende Tochter besucht hatte, erkrankte im Juni und starb im September. Ein österreichischer FSME-Patient verstarb nach 15-jährigem Aufenthalt in der Intensivstation eines Krankenhauses, ein weiterer, nachdem er vier Jahre im Koma gelegen war." Alle drei hatten nach dem Zeckenstich zwar noch die Passivimpfung mit FSME-Immunglobulin erhalten, das half aber offenbar nichts. (APA)

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