Afghanistan- Finanzspritze im Detail

21. Jänner 2002, 18:26
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Tokio - Die internationale Gemeinschaft hat Afghanistan für den Wiederaufbau Hilfszusagen in Milliardenhöhe gemacht. Bis Montagnachmittag sagten die Geberländer und internationalen Organisationen auf der Geberkonferenz in Tokio dem von jahrzehntelangem Bürgerkrieg zerstörten Land rund 3,8 Milliarden Dollar (4,31 Milliarden Euro) zu.

Die EUROPÄISCHE UNION stellt für das laufende Jahr insgesamt 550 Millionen Euro zur Verfügung. Davon kommen 300 Millionen Euro aus den 15 EU-Mitgliedsstaaten, der Rest aus dem Etat der EU-Kommission. Für die kommenden fünf Jahre will die EU ihre Hilfen auf insgesamt eine Milliarde Euro aufstocken.

Die ASIATISCHE ENTWICKLUNGSBANK stellt über zweieinhalb Jahre rund 565 Millionen Euro bereit.

DEUTSCHLAND sagte für das laufende Jahr 80 Millionen Euro zu. In den nächsten vier Jahren beläuft sich die deutsche Hilfe auf insgesamt 320 Millionen Euro. Darin ist auch die im Rahmen der EU geleistete Hilfe enthalten.

JAPAN stellt für die nächsten zweieinhalb Jahre bis zu 567 Millionen Euro zur Verfügung. Davon soll die Hälfte in diesem Jahr bereit gestellt werden.

PAKISTAN sagte für einen Zeitraum von fünf Jahren etwa 113 Millionen Euro zu.

SAUDIARABIEN stellt für drei Jahre rund 250 Millionen Euro bereit.

Die USA sagten für das laufende Jahr umgerechnet etwa 336,5 Millionen Euro zu.

ÖSTERREICH sagte für einen Zeitraum bis Ende 2004 12,3 Millionen Euro zu.

Weitere Hilfe sagten unter anderem Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada, die Niederlande, die Vereinigten Arabischen Emirate, Iran, Norwegen, Australien, Indien, China, die Schweiz, die Islamische Entwicklungsbank und die Weltbank zu. Russland nannte noch keine konkrete Summe.(APA)

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