Kleineres Loch in der Leistungsbilanz

21. Jänner 2002, 17:36
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Defizit sank in den ersten neun Monaten 2001 um ein Fünftel

Wien - Österreichs Leistungsbilanz auf Transaktionsbasis wies in den ersten neun Monaten 2001 ein deutlich geringeres Defizit aus als in der gleichen Vorjahresperiode. Wie die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Montag Vormittag mitteilte, ist das Defizit von 4,25 Mrd. Euro - vor allem wegen eines positiven Ergebnisses der Teilbilanz Güter und Dienstleistungen - um gut ein Fünftel auf 3,37 Mrd. Euro (46,4 Mrd. S) gesunken.

Auf Basis von Zahlungsströmen (Cash-Basis) hat sich der Negativ-Saldo der Leistungsbilanz in den ersten drei Quartalen 2001 wie berichtet von 4,47 auf 3,85 Mrd. Euro (vorläufig) verringert.

Die Leistungsbilanz auf Transaktionsbasis unterscheidet sich von der monatlichen als Erstinformation veröffentlichten Cash-Bilanz vor allem durch die periodenrichtige Zuordnung der Zahlungsströme.

Direktinvestitionen weiterhin lebhaft

Wesentlich beigetragen zur Verringerung des Leistungsbilanzdefizits auf Transaktionsbasis hat die Teilbilanz Güter und Dienstleistungen. Laut OeNB drehte deren Ergebnis in den ersten neun Monaten 2001 von minus 1,08 Mrd. Euro auf plus 0,08 Mrd. Euro (1,1 Mrd. S).

Die positive Güter- und Dienstleistungsbilanz resultierte aus - im Durchschnitt - schwächeren Import- als Exportzuwachsraten, wobei sich die im ersten Quartal beobachtete starke Expansion der Exporte und Importe nachfolgend deutlich abschwächte. Der Saldo des Reiseverkehrs, die wichtigste Einzelkomponente der Dienstleistungen, stagnierte auf dem Vorjahresniveau (1,53 Mrd. Euro). Dem Anstieg der Reiseverkehrseinnahmen um 9 Prozent stand ein stärkerer Anstieg der Reiseverkehrsausgaben um 11 Prozent gegenüber.(APA)

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