Sex und Tod

21. Jänner 2002, 16:28
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Golden Globes: "Sex And The City" und "Six Feet Under" mit je zwei Preisen bedacht - "Anne Frank" ging leer aus

Eine Serie über vier Single-Frauen in New York und die Geschichten von einer morbiden Bestattungsunternehmer-Familie sind die großen Gewinner in den Fernsehkategorien der Golden Globes, die am Sonntagabend (Ortszeit) in Beverly Hills verliehen wurden. "Sex and The City" und "Six Feet Under" nahmen jeweils zwei Preise mit nach Hause.

Sarah Jessica Parker als beste TV-Schauspielerin

Sarah Jessica Parker, die als beste TV-Schauspielerin für ihre Rolle als Kolumnistin Carrie Bradshaw in "Sex And The City" geehrt wurde, dankte unter anderem der Stadt New York als "Fünfter Lady" im weiblichen Quartett. Die Fernsehserie, die dienstags im ORF zu sehen ist, wurde außerdem als beste in der Kategorie "Comedy" ausgezeichnet. Damit schlug sie starke Konkurrenten wie "Ally McBeal" und "Friends" aus dem Rennen.

"Six Feet Under" - Beste Serie im der Kategorie Drama

"Eine Show über den Tod? Meine Freunde hatten mich gewarnt", sagte die Australierin Rachel Griffiths, die als beste Nebendarstellerin in der TV-Serie "Six Feet Under" ausgezeichnet wurde. Die Geschichten von einer gestörten Familie, die nach dem Tod des Vaters das Bestattungsunternehmen auf sehr eigenwillige Weise weiterführt, bekam außerdem eine goldene Weltkugel für die beste Fernsehserie in der Kategorie Drama.

Beste Mini-Serie: "Band of Brothers"

Leer ging dagegen der TV-Zweiteiler "Anne Frank" des österreichischen Regisseurs Robert Dornhelm aus. Den Preis der Kategorie "Mini-Serie oder TV-Film" heimste stattdessen "Band Of Brothers" ein, eine aufwendige Produktion von Tom Hanks und Steven Spielberg um eine amerikanische Eliteeinheit von Fallschirmjägern, die während des Zweiten Weltkriegs hinter feindlichen deutschen Linien abgesetzt werden.

Zwei Newcomer, die erstmals nominiert worden waren, strahlten bei der Preisvergabe über das ganze Gesicht: Jennifer Garner, die für "Alias" als beste Schauspielerin in einer Fernsehserie (Drama) ausgezeichnet wurde, sowie James Franco, der die Jury als Hauptdarsteller in "James Dean" überzeugte.

Golden Globe für Kiefer Sutherland

Kiefer Sutherland freute sich über einen Golden Globe als bester Schauspieler in der sehr intensiven und innovativen TV-Serie "24". Charlie Sheen, der als bester Schauspieler (Comedy) für seine Rolle in "Chaos City" geehrt wurde und privat mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen hatte, sagte bei seiner Dankesrede: "Das ist so surreal, fast wie ein nüchterner Acid-Trip".

Bei den 59. Golden Globes wurden die Preise für insgesamt 13 Kino- und 11 Fernsehkategorien vom Verband der Auslandskorrespondenten in Hollywood (HFPA) vergeben. (APA/dpa)

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