Flüchtlinge kehren trotz Warnungen zurück

21. Jänner 2002, 07:59
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In Goma befürchten Helfer nun Cholera-Ausbruch

Nairobi/Goma - Ungeachtet massiver Warnungen haben Zehntausende heimgekehrte Flüchtlinge ihre erste Nacht in der beim Ausbruch des Vulkans Nyiragongo zerstörten Stadt Goma im Osten Kongos verbracht. Vier Tage nach der Katastrophe berichteten Augenzeugen am Montagmorgen, dass sich die Lage am Vulkan langsam beruhige. Zwar werde die Region noch immer von Beben erschüttert, allerdings würden diese merklich schwächer. Auch der Lavafluss habe nachgelassen.

Die Flüchtlinge, die nach dem Vulkanausbruch zunächst Schutz in der ruandischen Grenzstadt Gisenyi gesucht hatten, waren am Sonntag scharenweise in ihre zu einem Drittel zerstörte Stadt zurückgekehrt. Die UNO hatten vor der Rückkehr nach Goma gewarnt, da ein weiterer Ausbruch des zehn Kilometer entfernten Vulkans nicht ausgeschlossen sei.

Die Heimkehrer weigerten sich jedoch, die von internationalen Hilfsorganisationen auf ruandischer Seite errichteten Notlager anzunehmen. Auf Grund des akuten Trinkwassernotstands in Goma befürchteten die Helfer nun einen Cholera-Ausbruch in der Stadt. (APA/dpa)

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