"Soko USA" verhört angeblich 140 Hamburger Studenten

20. Jänner 2002, 21:24
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Rasterfahndung nach deutschen Komplizen der Attentäter

Hamburg - Nach einem Bericht des "Hamburger Abendblattes" sollen in den nächsten Tagen 140 meist ausländische Hamburger Studenten von Terrorfahndern der deutschen Sonderkommission (Soko) USA vernommen werden. Die Studenten seien bei der Rasterfahndung nach Komplizen der Hamburger Attentäter des 11. September aufgefallen, weil auf sie mehrere der Verdachtsmerkmale zutrafen.

Zum ersten Mal wird damit seit Beginn des groß angelegten Datenabgleichs eine große Gruppe zu "persönlichen Gesprächen" per Brief ins Polizeipräsidium geladen, wie die Zeitung in ihrer Montagausgabe berichtet.

"Diese Personen werden zunächst nicht verdächtigt oder gar beschuldigt", sagte ein Polizeisprecher der Zeitung. Wer nicht freiwillig komme, werde anderweitig überprüft, etwa durch Nachfragen beim Arbeitgeber. Zu dem Termin sollen die 140 Studenten umfangreiche persönliche Unterlagen mitbringen, etwa Heirats- und Geburtsurkunden sowie Kontoauszüge. (APA)

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