RTL setzt Sparstift an ...

20. Jänner 2002, 20:24
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Keine Investitionen in neue Formate, die am Vormittag und am spätem Abend laufen

Der Fernsehsender RTL ist auf Sparkurs. Vorerst solle unter anderem nicht mehr in neue Formate am Vormittag und am späten Abend investiert werden, sagte Senderchef Gerhard Zeiler dem Branchendienst Kontakter. Ungeachtet der Flaute im TV-Markt rechne RTL aber mit einer Umsatzrendite von 20 Prozent im Kerngeschäft Fernsehen. Außerdem wolle er in den Geschäftsfeldern Merchandising, Teleshopping, Internet und neuen Spartenkanälen "Werte schaffen", sagte Zeiler.

Zeiler gegen Liberty-Übernahme des Telekom-Kabelnetzes

Der RTL-Chef wandte sich in dem Interview auch gegen die Übernahme des Großteils des Telekom-Kabelnetzes durch den US-Konzern Liberty Media. "Es geht nicht, dass man ein Distributionsmonopol hat, als Inhalteanbieter auftritt, die Dekoder-Technologie festlegt, den exklusiven Kundenzugang halten will und dann auch noch entscheidet, welche Free TV-Programme wo und zu welchen Konditionen zu sehen sind", sagte er.

Liberty will der Deutschen Telekom für 5,5 Milliarden Euro den Großteil der Fernseh-Kabelnetze abkaufen. Das Kartellamt befürchtet dadurch eine marktbeherrschende Stellung (etat.at berichtete). (APA/dpa)

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