Russischer Komponist schreibt Oper über Lewinsky-Affäre

20. Jänner 2002, 18:41
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"Monica im Kreml" wird zur Doppelagentin für KGB

Moskau - Ein russischer Komponist widmet dem Skandal um die berühmteste Praktikantin der Welt eine Oper: Wie der Fernsehsender NTW am Sonntag berichtete, komponiert Witali Okorokow ein Musikstück über die Affäre um Monica Lewinsky und den damaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Allerdings erhält die Rolle der Praktikantin des Weißen Hauses eine ungeahnte weitere Dimension: Auf dem Höhepunkt der Oper stellt sich heraus, dass Lewinsky eine Doppelagentin ist, die in Wirklichkeit im Auftrag des sowjetischen Geheimdienstes KGB den US-Präsidenten demütigen soll.

Dem Bericht zufolge holt Kreml-Chef Wladimir Putin bei einem Treffen mit Monica plötzlich ein zentnerschweres Dossier hervor. Danach schloss eine gewisse Maria Lewinsonowa, Absolventin der KGB-Spezialschule, vor gut zehn Jahren erfolgreich eine Mission im Weißen Haus ab, mit der das Ansehen des US-Präsidenten nachhaltig geschädigt wurde.

Ausgedacht hat sich den Coup laut Drehbuch "Leutnant Putin", erklärte Okorokow dem Fernsehsender in Anspielung auf die Vergangenheit Putins als Geheimdienstagent. Und da der Komponist nach eigenem Bekunden eine Frau zeigen will, "die liebt und die geliebt werden kann", heiratet Doppelagentin Lewinsonowa alias Lewinsky am Ende den Sicherheitschef des russischen Präsidenten.

Für die Erstaufführung von "Monica im Kreml" ist auch schon eine Bühne gefunden: Das Opernhaus der Stadt Saratow an der Wolga will die Oper zeigen. Einen Termin für die Premiere gibt es noch nicht. Derzeit feilt Okorokow jedenfalls noch an den letzten Passagen seines Werks. (APA)

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