Premiere will durch neue Geräte und Preise mehr Abonnenten

21. Jänner 2002, 10:45
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Sender hofft auf Erreichen der Gewinnschwelle bis Jahresende

Der verlustreiche Bezahlsender Premiere setzt auf niedrigere Preise und neue Empfangstechnik, um endlich den Durchbruch bei der immer noch geringen Kundenzahl zu schaffen. Im März werden verschiedene Hersteller neue Geräte auf den Markt bringen, die einzeln und mit einem Premiere-Abo zu einem "wirklich attraktiven Preis" angeboten werden sollen, sagte Premiere-Aufsichtsratschef Peter Mihatsch dem "Handelsblatt" (Montagausgabe).

Monatsgebühren sollen sinken

Er habe angedeutet, dass damit auch die Monatsgebühren für ein Premiere-Abonnement sinken würden. Mit einem Anstieg der Kundenzahl verbindet Premiere auch die Hoffnung, endlich die roten Zahlen zu verlassen. "Bis Ende dieses Jahres können wir in die Nähe der Gewinnschwelle kommen", sagte Mihatsch. Voraussetzung sei aber, dass die Kosten weiter gesenkt würden und die Zahl der Abonnenten deutlich steige. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Kunden nach bisherigen Angaben nur leicht auf 2,41 Millionen gestiegen - weit zu wenig, um Gewinn zu machen. Mihatsch sprach in dem Interview von knapp 2,5 Millionen Abonnenten.

d-box technisch unausgereift

Das derzeitige Premiere-Empfangsgerät, die d-box, hat hohe Entwicklungskosten verschlungen und gilt immer noch als technisch unausgereift. Angesichts des ausbleibenden wirtschaftlichen Erfolgs von Premiere meldete Medienmogul Rupert Murdoch einen Führungsanspruch bei dem Kirch-Sender an. Er sei bereit, den derzeitigen Anteil von 22 Prozent an Premiere auszubauen und das Management zu übernehmen, sagte Murdoch der "Welt am Sonntag". (APA/dpa)

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