Antiraucher-Pille bleibt trotz Todesfällen auf Markt

20. Jänner 2002, 16:53
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Britischer Konzern sieht keine Beweise für Zusammenhang

Berlin - Der britische Pharmariese GlaxoSmithKline will das Antiraucher-Mittel Zyban trotz zahlreicher Todesfälle, die möglicherweise mit dem Medikament in Zusammenhang stehen, vorerst nicht vom Markt nehmen. "Mir ist von solchen Überlegungen nichts bekannt", sagte ein Firmensprecher dem "Handelsblatt".

Die staatliche Medikamentenaufsicht hatte zuvor mitgeteilt, dass in Großbritannien 57 Menschen nach der Einnahme von Zyban starben. Es lägen jedoch keine Beweise für einen direkten Zusammenhang vor, erklärten Aufsichtsbehörde und Firmensprecher.

Zyban wird seit Juli 2000 von der britischen Pharmagruppe GlaxoSmithKline vertrieben. Im ersten Jahr wurde es in Deutschland rund 330.000 Patienten verschrieben, da es als Wundermittel gegen das Rauchen gilt. Nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte werden in Deutschland bislang vier Todesfälle damit in Verbindung gebracht. (APA)

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