Philippinen: Proteste gegen Stationierung von US-Truppen

20. Jänner 2002, 15:54
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Kritik an Regierung zum Jahrestag

Manila - Begleitet von Protesten linksgerichteter Demonstranten hat die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo am Sonntag den ersten Jahrestag ihres Amtsantritts begangen. Mehrere hundert Menschen marschierten zum Präsidentenpalast und erinnerten an die Massendemonstrationen, mit deren Hilfe Arroyo ihren Vorgänger Joseph Estrada gestürzt hat.

"Nur die Gesichter sind ausgetauscht worden", kritisierte einer der Demonstranten. Immer mehr Teilnehmer der Protestbewegung vom Jänner 2001 bedauerten jetzt, dass sie Arroyo zur Macht verholfen hätten. Die Kritik der Demonstranten richtete sich sowohl gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung als auch gegen die Entscheidung Arroyos, den amerikanischen Kampf gegen den Terrorismus zu unterstützen. Am Sonntag brachten Transportflugzeuge der US-Streitkräfte weitere Truppen und Ausrüstung in die südphilippinische Hafenstadt Zamboanga. Sie sollen den Kampf der Regierungstruppen gegen islamische Rebellen unterstützen, die mit der afghanischen Organisation El Kaida in Verbindung stehen sollen. (APA/AP)

  • Protestierende bewerfen eine Arroyo Puppe mit Tomaten.
    foto: afpi/joel nito

    Protestierende bewerfen eine Arroyo Puppe mit Tomaten.

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