Mutmaßliche Grazer Kindesmörderin erhängte sich in Nervenklinik

20. Jänner 2002, 14:39
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26-Jährige hatte ihren Sohn mit einer Schere erstochen

Graz - Eineinhalb Wochen vor ihrem Mordprozess im Grazer Straflandesgericht verübte eine junge Frau in der Grazer Sigmund-Freud-Klinik Selbstmord, teilte die Polizei mit. Die 26-Jährige hatte unbemerkt ein Kabel an sich genommen und erhängte sich damit. Sie hatte Ende August ihren fünfjährigen Sohn mit mehreren Stichen getötet.

Ursula G. befand sich seit der Bluttat am 30. August vorigen Jahres in der geschlossenen Abteilung der Nervenklinik, da sie für die normale Untersuchungshaft zu labil war. Sie dürfte ihren Sohn Jonas mit einer Schere erstochen haben, anschließend hatte sie das Kind regelrecht aufgebahrt. Sie selbst saß längere Zeit neben der Leiche, ehe sie schließlich die Polizei verständigte. Über die Beweggründe für ihre Tat hatte die psychisch kranke Frau nur unzureichend Auskunft geben können, da sie die meiste Zeit nicht ansprechbar war.

Samstag Abend war es ihr offenbar gelungen, ein Elektrokabel aus dem Aufenthaltsraum der Klinik unbemerkt an sich zu nehmen und sich damit zu erhängen. Der Prozess gegen Ursula G. hätte Ende Jänner - genau fünf Monate nach der Tat - stattfinden sollen. (APA)

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