Ein Jahr nach Erdbeben in Indien

21. Jänner 2002, 14:36
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Noch immer Dörfer in Trümmern - Wiederaufbau in vollem Gang

Bhuj/Bern - Im indischen Unionsstaat Gujarat zeigt sich weiter ein Bild der Zerstörung. Obwohl der Wiederaufbau nach dem Erdbeben vom 26. Jänner 2001 im Gang ist, liegen in Dörfern Trümmer herum und klaffen in Städten Lücken mitten in überbautem Gebiet. In den Dörfern türmt sich der Schutt zusammengestürzter Häuser. Einige Bewohner haben diesen auf den Grundmauern zu labilen Behausungen aufgeschichtet. Überall wird gebaut und in den Dörfern und ihrer Umgebung werden erdbebensichere Neubauten erstellt.

In den vom Erdbeben zerstörten Städten wie Bhuj im Distrikt Kutch im äußersten Westen von Indien wurden die meisten Trümmer weggeschafft. Mitten in den Städten klaffen Löcher. Dort herrscht gespenstige Leere.

Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 7,7 auf der Richter-Skala lag nordöstlich von Bhuj und verursachte in einem Umkreis von 300 Kilometern riesige Zerstörung. Rund 20.000 Menschen kamen ums Leben - einige Schätzungen gehen sogar von bis zu 100.000 Toten aus. 160.000 Menschen wurden beim Erdbeben mittelschwer bis schwer verletzt.

Laut der Regierung von Gujarat sind 16Millionen Menschen von der Zerstörung betroffen. Rund 400.000 Häuser wurden vollständig und über 900.000 teilweise zerstört. Rund 20.000 Nutztiere wurden getötet. Auch Straßen, Brücken, Dämme und Speicherseen gingen kaputt. Die Strom- und Wasserversorgung sowie die Telekommunikationsverbindungen wurden unterbrochen. (APA/sda)

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