18 Filme konkurrieren um Max-Ophüls-Preis als "Nachwuchs-Oscar"

20. Jänner 2002, 14:11
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Fünf österreichische Streifen im Wettbewerb

Saarbrücken - In Saarbrücken beginnt am Dienstagabend das diesjährige Max-Ophüls-Festival für den deutschsprachigen Filmnachwuchs. Bis zur Preisverleihung am 27. Jänner konkurrieren 18 Filme von Nachwuchsregisseuren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich um den mit 36.000 Euro dotierten Hauptpreis, der als eine Art "Nachwuchs-Oscar" gilt. Dazu vergeben der Saarländische Rundfunk (SR) und das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) einen mit 13.000 Euro ausgestatteten Drehbuchpreis. Auch die besten Nachwuchsdarsteller werden prämiert.

Der Namensgeber des Festivals, der Saarbrücker Regisseur Max Ophüls (1902 bis 1957), wäre in diesem Mai 100 Jahre alt geworden. Zur fünfköpfigen Festivaljury gehören der Kinobetreiber und Filmproduzent von "Lola rennt", Stefan Arndt (München), sowie der für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) arbeitende Filmkritiker Hans-Dieter Seidel. Für das Festival, das auch einen Kurzfilmwettbewerb hat, war diesmal die Rekordzahl von insgesamt 340 Filmen eingereicht worden. 20 000 Besucher und illustre Gäste werden in den sechs Festivalkinos erwartet.

Österreichische Beteiligung

Zum Auftakt des Festivals werden am Dienstagabend (22. Jänner) der Debütspielfilm "Boran" von Alexander Berner über die Geschichte eines einsamen Mannes im Spreewald sowie der neueste Film "Bellaria - So lange wir leben" des Schweizer Regisseurs Douglas Wolfsperger über eine eingeschworene Gemeinschaft von über 70-jährigen Cineasten und das 1912 eröffnete Wiener Bellaria-Kino gezeigt.

Österreich ist im Wettbewerb mit der Uraufführung von "Nogo" von Gerhard Ertl und Sabine Hiebler, Jessica Hausners "Lovely Rita", Barbara Gräfters "Mein Russland", Sabine Derflingers "Vollgas" sowie "Richtung Zukunft durch die Nacht" von Jörg Kalt vertreten. Unter den 20 für den mit 3.000 Euro dotierten Kurzfilmbewerb nominierten Filmen sind mit "Das Fenster-Theater" von Michael Hirt und "Der Freiheit" von Nina Kusturica zwei österreichische Produktionen vertreten. (APA/dpa)

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