"Battlereimer" Taktloss spaltet die deutschsprachige Rap-Gemeinde

20. Jänner 2002, 14:00
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Infantil-debiler Pseudo-Dadaismus oder revolutionärer Bruch mit allen Konventionen?

Wien - Nach Kool Savas, über den wegen seiner homophoben und sexistischen Texte von einigen Veranstaltern in Österreich sogar Auftrittsverbote verhängt worden sind, polarisiert nun ein anderer Berliner die deutschsprachige Rap-Gemeinde: Taktloss spaltet mit seiner Debüt-CD "Battlereimpriorität Nr. 7" (PDNTDR/Universal Music) - die bisherigen Veröffentlichungen der "BRP"-Serie" sind allesamt auf Tape erschienen - sowohl die Kritiker als auch Rezipienten.

Wie der Titel des Opus bereits erahnen lässt, steht hier der so genannte Battle-Rap im Mittelpunkt. In Sachen "kranke Reime" übertrifft Taktloss dabei teilweise sogar seinen Ex-Kollegen Kool Savas, dessen Produzent Ronald MackDonald gemeinsam mit Justus Jonas sowie Frauenarzt für den Großteil der Synthie-lastigen Produktionen verantwortlich zeichnet.

Manche Hörer nervt dieser mit monotonen Sounds unterlegte und teilweise von infantil-debilen "Wortspielen" dominierte Pseudo-Dadaismus nach wenigen Minuten jedoch derart, dass ein Druck auf die Stop-Taste unvermeidlich bleibt. Andere Kritiker und Fans zeigen sich wiederum gerade vom Bruch mit allen Konventionen und Hörspielcharakter dieses Werks restlos begeistert. Wer sich seine eigene Meinung bilden möchte, kann unter www.pdntdr.com Teile von "BRP Nr. 7" Probe hören. (APA)

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