Kolumbianische Regierung und FARC setzen Friedensgespräche fort

23. Jänner 2002, 22:12
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Zehn Tote bei Guerilla-Überfall

Bogota - Die kolumbianische Regierung und die linksgerichteten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) haben ihre Friedensgespräche offiziell wieder aufgenommen. Der Regierungsbeauftragte für den Friedensprozess, Camilo Gomez, traf sich am Mittwoch mit den FARC-Kommandeuren in der entmilitarisierten Zone. Erst am Sonntag hatten sich die Unterhändler von Regierung und FARC darauf geeinigt, am 7. April ein Waffenstillstandsabkommen zu unterzeichnen. Damit hatten sie kurz vor dem Ablauf eines Ultimatums von Präsident Andres Pastrana ein Scheitern der Friedensverhandlungen in letzter Minute verhindert.

Die Fortsetzung der Friedensgespräche wurde von neuer Gewalt überschattet. Bei einem Rebellenüberfall wurden nach Polizeiangaben zehn Menschen getötet, unter ihnen sechs FARC-Rebellen und vier Sicherheitskräfte. Guerilleros hatten auf der Straße "Panamericana" eine Straßensperre aufgebaut. Als die Polizisten die Blockade entfernen wollten, gerieten sie in einen Hinterhalt. (APA)

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