Merkel sieht noch keine Wechselstimmung

19. Jänner 2002, 21:16
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CDU-Vorsitzende warnt Union vor Überheblichkeit - Bei Wahlsieg soll Steuerreform auf 2003 vorgezogen werden

Frankfurt/Main - Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel sieht noch keine politische Wechselstimmung in Deutschland. Deshalb warnte sie ihre Partei im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" davor, überheblich zu werden. Trotz der derzeitigen positiven Umfragen und der Aufbruchsstimmung in der Union müsse man nüchtern bleiben. Die Umfrageergebnisse kämen zur rechten Zeit, doch gehe es darum, diese Stimmung zu verfestigen.

Für den Fall eines Sieges der Union bei der nächsten Bundestagswahl stellte Merkel ein sofortiges Vorziehen der Steuerreform von 2005 auf 2003 in Aussicht. Allerdings solle die Öko-Steuer nicht rückgängig gemacht, sondern lediglich die für 2003 vorgesehene weitere Erhöhung ausgesetzt werden. Zur Finanzierung einer vorgezogenen Steuerreform deutete die CDU-Vorsitzende die Möglichkeit einer kurzfristigen höheren Neuverschuldung an. (APA/AP)

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