Mehrere tausend Jugoslawen fordern Pensionsanrechnung in Österreich

19. Jänner 2002, 20:28
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Ehemalige Gastarbeiter engagierten österreichische Anwälte

Belgrad - Zwischen sieben- und zehntausend ehemalige jugoslawische Gastarbeiter in Österreich, die in den vergangenen fünf Jahren in Pension gegangen sind, sind nach Angaben eines Belgrader Pensionistenverbands schwer benachteiligt worden. Wegen Ablaufs einer zwischenstaatlichen Vereinbarung zwischen Österreich und Jugoslawien vor mehr als fünf Jahren sind den Betroffenen die in Jugoslawien absolvierten Arbeitsjahre nicht auf die Pension angerechnet worden.

Einen Ersatz für die ausgelaufene zwischenstaatliche Konvention über die Sozialversicherung, auf Grund welcher die Anrechnung erfolgt ist, gibt es bis heute nicht. Nach Angaben der Belgrader Vereinigung, auf die sich die Tageszeitung "Blic" beruft, gibt es daher auch keine gesetzliche Grundlage für die Anrechnung der Dienstjahre mehr.

Nach Angaben des Generalsekretärs der Vereinigung, Pavle Kis, sind seitens der Vereinigung inzwischen Anwälte in Österreich engagiert worden, die sich mit dem Problem befassen sollen. Kis erwartet laut "Blic" eine positive Lösung des Problems auch vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. (APA)

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