Passagierflugzeug musste nach Bombendrohung in Island notlanden

20. Jänner 2002, 18:03
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Unterwegs von London nach Orlando

Stockholm - Wegen einer Bombendrohung hat ein Passagierflugzeug mit 350 Menschen an Bord auf dem Weg in die USA in Island notlanden müssen. Die Boeing 747 der Virgin Atlantic werde auf dem Flughafen Keflavik evakuiert, sagte ein Flughafensprecher am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Ungefähr anderthalb Stunden vor der Notlandung wurde demnach in einem Waschraum eine auf einen Spiegel geschriebene Bombendrohung entdeckt. Das Flugzeug war vom Londoner Flughafen Gatwick gestartet und war auf dem Weg nach Orlando im US-Bundesstaat Florida.

Drohung war schlechter Scherz

Die Drohung sei ein schlechter Scherz gewesen, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft Virgin Atlantic. Auf dem Flughafen von Reykjavik standen dutzende Feuerwehrautos und Krankenwagen für einen Notfall bereit. Ende Dezember hatte der Brite Richard Reid auf dem Flug von Paris nach Miami versucht, mit einem Streichholz eine Zündschnur an seinem Schuh anzuzünden. In dem Schuh war nach Angaben von Ermittlern genügend Sprengstoff, um bei einer Explosion das Flugzeug zum Absturz bringen zu können. Reid ist inzwischen in den USA angeklagt worden. (APA)

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