Nyiragongo ist besonders produktiv

19. Jänner 2002, 16:00
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Lava zeichnet sich durch extreme Dünnflüssigkeit aus

Greifswald - Der Nyiragongo in Kongo ist ein besonders gefährlicher Vulkan, weil er sehr produktiv ist und seine Lava sehr schnell fließt. "Die Lava des so genannten Stratovulkans zeichnet sich außerdem durch extreme Dünnflüssigkeit aus", sagte der Geologe und Professor für Mineralogie an der Uni Greifswald, Stephen Foley, in einem dpa-Gespräch. Das liege vor allem an dem geringen Silizium-, aber hohem Natrium- und Kaliumgehalt sowie an dem gelöstem Wasser in der Schmelze. Wie viel Lava der Vulkan noch produziere, könne nicht vorhergesagt werden.

"Stratovulkane spucken abwechselnd Lava und Asche", erklärte Foley. Sie hätten meist eine sehr charakteristische Vulkanform und seien weniger explosiv als vielmehr produktiv. Der Nyiragongo sei zudem für einen aktiven Lavasee bekannt. Dieser entstand, als bei früheren Eruptionen nicht so viel Lava produziert wurde, dass der Krater überlief. Explosionen im Kivu-See hält der Experte für unwahrscheinlich, selbst wenn die Lava dort hinein fließen würde. Zwar sei der See methanhaltig, doch der Stoff sei nur in geringen Mengen vorhanden und im Wasser gelöst, erläuterte Foley. (APA/dpa)

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