2,3 Millionen Kunstobjekte aus Berlin als Beutekunst vermisst

19. Jänner 2002, 15:19
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Raubzüge nach dem Zweiten Weltkrieg hinterließen in den Berliner Museen besonders große Lücken

Berlin - Rund 2,3 Millionen Gemälde, Skulpturen, Bücher und andere wertvolle Kunstobjekte aus Berlin gelten nach Zeitungsangaben als vermisste Beutekunst. Die Raubzüge nach dem Zweiten Weltkrieg hätten in den Berliner Museen besonders große Lücken hinterlassen, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf den Leiter der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste Berlins und der neuen Bundesländer, Michael Franz.

Umfangreiche Bestände der Staatlichen Museen Berlin sollen noch in Russland in den Archiven der Petersburger Eremitage und des Moskauer Puschkin-Museums lagern. Deutschland und Russland verhandelten seit langem über die Rückgabe von Beutekunst.

Unter den 2,3 Millionen vermissten Objekten in Berlin sind rund zwei Millionen Bücher - so fehlen etwa der Staatsbibliothek 695.000 Bände. Die Staatlichen Museen in der Stiftung Preußischer Kulturbesitz meldeten rund 61.000 Kunstwerke als vermisst, die Alte Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel 100 Skulpturen und 850 Gemälde, darunter allein zehn große von Rubens. (APA/dpa)

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