Frühgeburten kränkeln noch als Erwachsene

19. Jänner 2002, 11:13
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Laut US-Studie sind Frühchen auch später empfindlicher

Boston - Frühchen mit einem extrem niedrigen Geburtsgewicht werden einer neuen US-Studie zufolge auch als 20-Jährige noch eher krank. Darüber hinaus studierten sie seltener als andere Gleichaltrige, kämen aber auch weniger oft mit dem Gesetz in Konflikt. Sie rauchen und trinken seltener und nehmen nicht so oft Haschisch. Außerdem meiden sie Risiken, mit denen sie ihr Leben aufs Spiel setzen würden.

Grund für dieses Verhalten ist laut Studienautorin Maureen Hack vom Rainbow Babies and Children's Hospital in Cleveland (US-Staat Ohio) die enge Bindung zu den Eltern. Diese widmeten den unterentwickelten Babys über Jahre hinweg mehr Aufmerksamkeit und Fürsorge als gesunden Geschwistern. Hacks Studie ist die erste ihrer Art über eine Zeit von zwei Jahrzehnten und im «New England Journal of Medicine» veröffentlicht.

242 Frühchen untersucht

Die Wissenschafterin stützt sich auf die Daten von 242 Frühchen mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1,5 Kilogramm und vergleicht deren Entwicklung mit dem Werdegang von 233 voll ausgetragenen Babys. Demnach sind Frühchen als Jugendliche und junge Erwachsene häufiger krank und leiden mitunter dauerhaft unter Komplikationen ihrer Geburt wie etwa Hirnlähmungen, Blindheit und Lungenkrankheiten. Ihre Intelligenzquotienten und schulischen Leistungen reichten zwar selten an das Niveau der Kontrollgruppe. Dennoch erwarben die Frühgeborenen fast genauso häufig einen Schulabschluss und fanden danach eine Beschäftigung. (APA/dpa)

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