Schonendes Verfahren zur Therapie von Myomen

20. Jänner 2002, 16:30
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Blutversorgung wird unterbrochen

München - Forscher der Universität München haben ein neues, besonders schonendes Verfahren zur Therapie von Myomen der Gebärmutter entwickelt. Bisher wurde das Myom, das zu den häufigsten gutartigen Tumoren bei Frauen ab 40 Jahren zählt, durch eine klassische Operation entfernt. Wie das Klinikum der Universität München mitteilte, können jetzt mittels interventioneller Radiologie genau jene Gefäße verschlossen werden, die ein Myom der Gebärmutter versorgen.

Bei der so genannten Myom-Embolisation werden in örtlicher Betäubung über einen Katheter von der Leiste aus die inneren Beckenarterien aufgesucht und winzige Kügelchen genau in die Blutgefäße gespritzt, die das Myom versorgen. Durch die Unterbrechung der Blutversorgung schrumpft das Myom und Beschwerden wie Schmerzen oder Blutungen verschwinden den Angaben zufolge in den meisten Fällen. Der schonende Eingriff, der nur eine halbe Stunde dauert, wird durch eine Gefäßdarstellung kontrolliert. (APA/AP)

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