Dobratsch soll Naturpark werden

18. Jänner 2002, 19:57
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Villach - Das älteste Naturschutzgebiet Kärntens, der Dobratsch bei Villach, soll ein Naturpark werden. Dieses Ziel verfolgen die vier Umlandgemeinden und das Land Kärnten. Investitionen für Tourismus-, Kultur-, Bildungs- und Wirtschaftsprojekte im Ausmaß von 4,1 Millionen Euro sind geplant.

Bei einem Pressegespräch in Villach erklärte der Sprecher der vier Naturpark-Gemeinden, Villachs Bürgermeister Helmut Manzenreiter, es gehe um den Schutz der Fauna und Flora einerseits und die Sicherung der Lebensgrundlagen. Mit den geplanten Investitionen hoffe man auf touristisch-wirtschaftliche Wertschöpfung. Landesrat Georg Wurmitzer gab sich zuversichtlich, dass das Ziel Naturpark erreicht werde: "Die Voraussetzungen sind gut." Im bereits vorliegenden Konzept seien durch fundierte Vorarbeiten sämtliche Interessen berücksichtigt worden.

Das neue Nutzungskonzept für den Dobratsch bedeutet langfristig auch das Aus für den Schibetrieb auf dem Kalkmassiv. Es gibt keine Beschneiungsanlagen, Schneekanonen werden aus ökologischen Gründen nicht genehmigt. Im heurigen Winter gab es aus Schneemangel bisher noch keinen einzigen Tag, an dem die Lifte in Betrieb waren, der Verlust geht bereits in die Millionen. Mit den Projekten hofft Manzenreiter, nach der zu erwartenden Einstellung des Liftbetriebes ausreichende Kompensation schaffen zu können.

In dem neuen Nutzungskonzept sind elf Startprojekte in den vier Naturparkgemeinden Villach, Arnoldstein, Bad Bleiberg und Nötsch, die trotz der touristischen Nutzung den Schutz ökologisch besonders sensibler Zonen gewährleisten. Leitprojekt ist laut Manzenreiter eine "Wasser-Erlebnistour" mit 50 Stationen. Der Dobratsch, ein Kalkstock, liefert 80 Prozent des Trinkwassers für die Stadt Villach. (APA)

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