Klaus Kröll - der Mann des Tages in Kitz

18. Jänner 2002, 15:34
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Mit Nummer 50 auf Platz zehn im Super G

Kitzbühel - Startnummer 50, schlechte Sicht, schmerzendes Knie und trotzdem Platz zehn im Super G. Niemand hätte die 50 Gramm Gold für den Mann des Tages in Kitzbühel mehr verdient als die "steirische Eiche" Klaus Kröll. Der Streif-Neuling war im Ziel von sich selbst begeistert. "Ich bin gefahren, was nur geht. Gemessen an den schlechten Bedingungen war das eine gewaltige Leistung von mir. Ich hoffe, in der Abfahrt am Samstag kommt eine Draufgabe," strahlte der Steirer.

Der 21-Jährige ist in den schnellen Disziplinen der Aufsteiger dieser Saison, was er zuletzt speziell mit Platz vier in Bormio bewiesen hat. Der nervenstarke Ex-Stemmer und Motocross-Freak zeigte auch vor der Streif kaum Respekt, obwohl er nach dem Sturz im ersten Training mit gedehntem Innenband und gezerrter Kapsel im Knie fährt. "Was solls, beim Fahren macht's keine Probleme", gab sich Kröll in Kitzbühel locker.

Locker und konzentriert hatte Kröll auch am Start die Fahrten seiner Konkurrenten im TV-Bildschirm verfolgt. "Das war entscheidend, denn dadurch wusste ich, wo die anderen Probleme haben", erzählte Kröll. "Und das ist mir trotz der Sch... Sicht dann sehr gut gelungen. Für mich ist Platz zehn wirklich gewaltig, weil ich vergangenes Jahr im Super G nicht gut war. Vielleicht darf ich ja jetzt wieder fahren", hofft er nun.

Sicher fahren darf er Samstag in der Abfahrt und da rechnet sich Kröll auch als Streif-Rookie viel aus, obwohl er im Training nur einen kompletten Lauf absolviert hat. "Im letzten Lauf lief es ja sehr gut, unten habe ich noch einige Reserven. Ich bin gut für einen Platz in den Top-Fünf." Warum nicht gleich Hahnenkamm-Sieger beim ersten Antreten? Kröll: "Möglich ist alles, aber ich lass es auf mich zukommen. Ich muss nur normal fahren und darf nicht zu viel riskieren. Die Streif lässt niemand kalt, allein die ersten 25 Sekunden sind ein Wahnsinn."(APA)

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